Chancen für den Mittelstand

Es gibt Berater, deren Credo »die Software muss sich dem Unternehmen anpassen und nicht umgekehrt« seit Jahrzehnten in Stein gemeißelt zu schein scheint. Das war zwingendermaßen gegeben, als die Antwort auf Pflichtenhefte unermesslicher Granularität noch RPG war. Dann kam die Zeit der Standardsoftware. Egal, ob man es Warenwirtschaftssystem, ERP, Business Software oder Haupt- und Nebenbuchhaltung nennt. Mit mehrtausend Zeilen umfassenden Excel-Tabellen zu Fragen der Funktionalität und den klassischen Antwortmöglichkeiten »Ja «, »Nein«, »anpassbar mit Aufwand?« versuchte man, ein maximal passendes System zu finden. Prozesse sind daraus leider nicht erkenntlich. Und die sich unausweichlich einstellende Verunsicherung wird nur noch größer, wenn dann Angebote eingehen, die funktional schwer unterscheidbar sind. Diese Angebote schwankten überdies in der preislichen Ausgestaltung zwischen einem gebrauchten Wohnanhänger und einem neu zu errichtendem Mehrfamilienhaus. Aber damals war man sich sicher: ein agiles Projektmanagement und Change Requests werden es schon richten.

Fragen im Mittelstand? Was wäre, wenn …

Konzentrieren wir uns jetzt mal auf den Mittelstand: Was wäre, wenn man mit dem Geschäftsführer offen diskutieren würde, dass die Vermeidung der letzten 5% der optimalen Anpassung an sein Unternehmen ihn vor der Verfünffachung der gesamten Implementierungskosten rettet?

Was wäre, wenn er wüsste, dass geschätzte 30% der zur Verfügung stehenden Gesamtfunktionalität von den Anwendern in seinem Unternehmen sowieso nie genutzt werden? Eine Tatsache, die sich aus langjähriger Erfahrung in diesem Projektgeschäft ergeben hat.

Es ist nicht verwunderlich, dass gerade mittelständische Unternehmen die Einführung einer neuen betriebswirtschaftlichen Lösung fürchten. Daher überrascht es auch nicht, dass die Leidensfähigkeit hinsichtlich Funktionalität, Anpassungsbedarf an neue und geänderte Prozesse, monatliche Betriebskosten usw. erstaunlich hoch ist. Anstatt durch softwaretechnische Umbaumaßnahmen die Performance einigermaßen in Schwung zu halten, wird ständig mit Blech ausgebessert. »Never touch a reasonably well running system«.

Es bleibt ein Teufelskreis. Die RPG-Lösungen verschwinden nach und nach, dennoch bleiben immer noch eine Vielzahl an Molochen der on-premise-Klasse. Typischerweise mit darauf basierenden Branchenlösungen, die über die Jahre durch heterogene Anwenderanforderungen an Mächtigkeit über sich hinausgewachsen sind. Deren ungeahnte Anpassbarkeit an die Unternehmensprozesse gilt es ständig nachzuziehen. Aber wie groß ist der Nettomehrwert aller laufenden Betriebsaufwände im Verhältnis von Nachziehen der Änderungen an neue Versionen zu echten neuen Funktionen und Prozessen? Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Er ist nicht groß und vor allem nicht lohnenswert.

Cloud-Systeme für ERP sind anders.

Moderne cloud-basierte Systeme, die die Regeln der Cloud verstehen, arbeiten anders. Sie denken auch anders: sie stellen beispielsweise ERP-Funktionalitäten auf ihrer Plattform bereit. Sie antworten nicht auf die Frage nach einem neuen ERP-System. Die übrigens aus o.g. Gründen sowieso so nicht mehr gestellt wird. Sie antworten auf gezielte Fragen nach Lösungen, wo eben gerade der Schuh drückt. Und diese Lösungen stellen sie bereit. Und wenn der Schuh noch nicht ganz passt? Dann sollte im optimalsten Fall auch der Anwender selbst ein fehlendes Feld, ein erweitertes Benutzermenü, eine verschlankte oder ergänzte Eingabemaske erstellen können; genauso einfach wie eine einfache Adhoc-Abfrage; oder ein zu änderndes Rechnungsformular. Und wenn der Anwender es selbst nicht richten kann? Dann kann ein Programmierer marktübliche Standardwerkzeuge verwenden und mittels eines damit erstellten Plugins ein neue Business Logik integrieren. Oder er stellt über eine offen gelegte API Schnittstellen zu anderen Systemen her. Welche oberste Regel befolgen moderne Cloud-Systeme dabei? Ganz gleich, welche Änderungen vorgenommen werden, neue Versionen müssen davon unabhängig sein. Automatisierte Updates, ohne Konvertierungsläufe, kein Maintenanceaufwand: das ist die Devise. Und Cloud-Lösungen leisten genau das.

Die gute Nachricht: solche Systeme gibt es mittlerweile. Noch nicht viele. Aber wir kennen eines davon. Und wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, dann klicken sie hier. Sprechen Sie uns an.

Herzlichst, Ihr

Thomas Zeller

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